Homepage der Umweltkommission der Stadt Sursee
Nahwärmeverbund Schulanlage St. Georg
Standort:

Links neben dem Schulhaus Georgette, an der Ringstrasse

Offfizielle Eröffnung: 7.12.2005

Bauherrschaft:
Einwohnergemeinde Sursee
Bauvolumen: CHF 1,94 Mio. (inkl. Umbau sämtlicher Unterstationen)
Bedarf Hackschnitzel: 1'850 m3. Lieferant: Korporationsgemeinde Sursee
Wärmeproduktion: > 1'300 MWh/Jahr für: Schulhäuser Georgette, Neu St. Georg, St. Georg, Turnhallen St. Georg und Mensa St. Georg
Energiebezugsfläche: 9'935 m2
Energiekennzahl: Durchschnittlich 320 MJ/m2 (alle Schulbauten)
Soll: 400 MJ/m2. Ziel: 300 MJ/m2
Erdöl-Äquivalent: 125'000 lit. Heizöl
Verminderter jährlicher CO2-Ausstoss: ca. 27 Tonnen
Informationen: Stadtverwaltung Sursee, Bereich Bau, 041 926 91 46


Beitrag aus der "Surseer Woche"
 
Vorgeschichte laut der alten Homepage der Umweltkommission

Schulanlagen St. Georg mit Fernwärme aus Biogas beheize

Zustand der Wärmeerzeugungsanlagen bei den Schulanlagen St. Georg: Der bestehende mit Öl beheizte Wärmeverbund der Schulhausanlagen St. Georg, Turnhalle, Mensa, Neu St. Georg ist in einem sehr schlechtem Zustand und muss aus Gründen der Luftreinhaltung dringend saniert werden. Auch die Heizungen des alten Bürgerheims und des Schulhauses Georgettes haben ihre Altersgrenze erreicht.

Machbarkeitsstudie für Wärmeverbund: Als Alternative zu Sanierungen der einzelnen Anlagen, schlug eine Arbeitsgruppe der Umweltkommission dem Stadtrat einen Wärmeverbund auf der Basis von erneuerbarer Energie vor. Im Jahr 2000 wurde eine Machbarkeitstudie für eine Holzschnitzelheizung durchgeführt. Dabei zeigte sich, dass die wirtschaftlich und ökologisch sinnvollste Lösung, mit einem erweiterten Wärmeverbund erreicht werden kann, an den auch das alte Bürgerheim und das Schulhaus Georgettes angeschlossen werden.

Contracting als Finanzierungslösung: Eine Eigenfinanzierung ist wegen der momentan angespannten Finanzlage der Stadt Sursee ungünstig. Als Alternative bot sich eine Contracting-Lösung an. Beim Energiecontracting (Energielieferungs-Vertrag) wird die Heizungsanlage durch ein privates Unternehmen oder eine öffentliche Körperschaft erstellt und betrieben, welche die Wärme aufgrund langfristiger Vereinbarungen an die Wärmebezüger verkauft.

Zusammen mit der Arbeitsgruppe klärte die Umweltstelle ab, zu welchen Bedingungen ein Contracting zum Bau und Betrieb einer Holzschnitzelheizung beim Wärmeverbund St. Georg abgeschlossen werden könnte. Dazu wurde zusammen mit einem externen Berater eine erste Ausschreibungsrunde (Stufe Präqualifikation) bei den Anbietern von Contractingdienstleistungen in der Schweiz durchgeführt.

Neben drei Angeboten für Holzschnitzelheizungen wurde auch ein Alternativangebot für Fernwärme aus der geplanten Vergärungsanlage für Schlachtnebenprodukte bei der Frischfleisch AG eingereicht.

Beurteilung des Fernwärmeangebotes: Die Vergärungsanlage wird im Auftrag der Firma ABB erstellt. Mit dieser Anlage sollen die Fleischnebenprodukte aus dem Schlachthof in einem geschlossenen System energetisch verwertet werden. Es handelt sich um ein Pilotprojekt, welches in dieser Konstellation noch nicht realisiert worden ist.

Da es sich beim Fernwärmeangebot um Überschusswärme handelt, wird die Energie zu vergleichsweise günstigen Konditionen angeboten.

Argumente für erneuerbaren Energieträger: Die Umweltkommission sieht in der Wahl eines erneuerbaren Energieträgers für den Wärmeverbund St. Georg eine grosse Chance, um die Vorbildrolle der Stadt Sursee zu stärken:
· Die Einsparung von ca. 130'000 Liter Erdöl pro Jahr wäre ein namhafter Beitrag zum Klimaschutz und ein wichtiger Schritt der Stadt Sursee in Richtung des angestrebten Energiestadt-Labels.
· Gemäss kantonalem Energiegesetz müssen bei Neubauten und Sanierungen von öffentlichen Gebäuden nach Möglichkeit erneuerbare Energien Verwendung finden (§ 19).

Stadtratsentscheid zum Wärmeverbund St. Georg: Aufgrund des Antrages der Arbeitsgruppe hatte der Stadtrat an der Sitzung vom 6. März 2002 Folgendes entschieden:
- Beide Varianten (Holzschnitzfeuerung und Fernwärme aus der FF-Vergärungsanlage) werden als sinnvoll und realisierbar erachtet.
Der Stadtrat möchte die Variante Fernwärme aus Biogas weiterverfolgen.

 
Fenster schliessen